Jung Werners Abschied
aus: Der Trompeter von Säckingen
Vierzehntes Stück: Das Büchlein der Lieder


Das ist im Leben häßlich eingerichtet,
Daß bei den Rosen gleich die Dornen stehn,
Und was das arme Herz auch sehnt und dichtet,
Zum Schlusse kommt das Voneinandergehn.
In deinen Augen hab' ich einst gelesen,
Es blitzte drin von Lieb' und Glück ein Schein:
Behüt' dich Gott! es wär' zu schön gewesen,
Behüt' dich Gott, es hat nicht sollen sein!

Leid, Neid und Haß, auch ich hab' sie empfunden,
Ein sturmgeprüfter müder Wandersmann.
Ich träumt' von Frieden dann und stillen Stunden,
Da führte mich der Weg zu dir hinan.
In deinen Armen wollt' ich ganz genesen,
Zum Danke dir mein junges Leben weihn:
Behüt' dich Gott! es wär' zu schön gewesen,
Behüt' dich Gott, es hat nicht sollen sein!

Die Wolken fliehn, der Wind saust durch die Blätter,
Ein Regenschauer zieht durch Wald und Feld,
Zum Abschiednehmen just das rechte Wetter,
Grau wie der Himmel steht vor mir die Welt.
Doch wend' es sich zum Guten oder Bösen,
Du schlanke Maid, in Treuen denk' ich dein!
Behüt' dich Gott! es wär' zu schön gewesen,
Behüt' dich Gott, es hat nicht sollen sein!

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An der Südwestecke der alten Stadtbefestigung gelegen, wird das Schloss erstmals um 1300 erwähnt. Anfang des 15. Jahrhunderts wurde es schließlich von den Herren von Schönau erworben, die nun für etwa 300 Jahre die Geschicke bestimmen sollten.

Hier spielte im 17. Jahrhundert auch die Liebesgeschichte zwischen der adeligen Maria Ursula von Schönau und dem Bürgerssohn Franz Werner Kirchhofer, deren Romanze durch Scheffels Versepos "Der Trompeter von Säckingen" später weltberühmt wurde.

Die älteste Ansicht des Schlosses ist auf einem 1640 entstandenen Stadtbild von Merian zu sehen. Gegen 1700 erhielt es nach verschiedenen Umbauten sein heutiges Aussehen. Architektonische Kennzeichen des Gebäudes sind die beiden polygonalen Ecktürme, der zentrale Turm sowie das Satteldach.

Seit Mitte des 18. Jahrhunderts wechselten die Besitzer mehrmals, bis das Schloss im Jahre 1928 von der Stadt Säckingen erworben wurde und seither besonders zu Repräsentationszwecken und für kulturelle Veranstaltungen dient. Heute beherbergt das Gebäude neben dem in Europa einzigartigen Trompetenmuseum noch das Hochrheinmuseum, dessen Exponate und Dokumente von regional-historischer Bedeutung sind.