Jung Werners Abschied
aus: Der Trompeter von Säckingen
Vierzehntes Stück: Das Büchlein der Lieder


Das ist im Leben häßlich eingerichtet,
Daß bei den Rosen gleich die Dornen stehn,
Und was das arme Herz auch sehnt und dichtet,
Zum Schlusse kommt das Voneinandergehn.
In deinen Augen hab' ich einst gelesen,
Es blitzte drin von Lieb' und Glück ein Schein:
Behüt' dich Gott! es wär' zu schön gewesen,
Behüt' dich Gott, es hat nicht sollen sein!

Leid, Neid und Haß, auch ich hab' sie empfunden,
Ein sturmgeprüfter müder Wandersmann.
Ich träumt' von Frieden dann und stillen Stunden,
Da führte mich der Weg zu dir hinan.
In deinen Armen wollt' ich ganz genesen,
Zum Danke dir mein junges Leben weihn:
Behüt' dich Gott! es wär' zu schön gewesen,
Behüt' dich Gott, es hat nicht sollen sein!

Die Wolken fliehn, der Wind saust durch die Blätter,
Ein Regenschauer zieht durch Wald und Feld,
Zum Abschiednehmen just das rechte Wetter,
Grau wie der Himmel steht vor mir die Welt.
Doch wend' es sich zum Guten oder Bösen,
Du schlanke Maid, in Treuen denk' ich dein!
Behüt' dich Gott! es wär' zu schön gewesen,
Behüt' dich Gott, es hat nicht sollen sein!

> Notenblatt PDF (110 kb)
> Hörbeispiel mp3 (1,3 Mb)

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„Keine Stadt der Welt ist so eng mit der Trompete verbunden wie Bad Säckingen“ hatte der damalige Bürgermeister Dr. Günther Nufer einmal formuliert. Das war im Jahre 1979, als im ehemaligen Schloss Schönau, dem heutigen Trompeterschloss Bad Säckingen, eine Ausstellung mit dem Titel „Die Trompete“ stattfand - wohl die erste ihrer Art überhaupt. Zentraler Motor dieser Präsentation war der leidenschaftliche Instrumentensammler Ernst W. Buser aus Binningen in der Schweiz. Er zeigte zusammen mit dem amerikanischen Trompeter und Musikwissenschaftler Dr. Edward H. Tarr seinerzeit etwa 50 Instrumente sowie Dokumente vom Barock bis zur Gegenwart aus seinem privaten Fundus.

Inspiriert von diesem Ereignis, vom einmaligen lokalen Ambiente wie durch die literarische Vorlage Scheffels, installierten die oben genannten Initiatoren mit Unterstützung der Stadt und ihres damaligen Bürgermeisters Dr. Günther Nufer 1985 ein Museum, das bis heute in seiner Art als einzigartig gilt.

Die Grundlage hierfür bildete die schon erwähnte und zwischenzeitlich von der Stadt erworbene Buser-Sammlung. Durch gezielte Akquisitionen wuchs der Bestand auf heute über 200 Instrumente an. Edward H. Tarr wurde zunächst zum Konservator bestellt, später dann zum Direktor. Er leitete das Museum bis zum Jahre 2004.

Die Instrumentensammlung widmet sich dem breiten Spektrum der Trompetenbaukunst über vier Jahrhunderte. Einen Schwerpunkt bildet dabei die Chromatisierung des Instrumentes in ihren verschiedenen Entwicklungsstufen. Daneben richtet die Ausstellung ihren Blick aber auch auf den zeitgeschichtlichen Kontext der Trompete. Sie zeigt Noten, Bilder und andere, teils einzigartige Dokumente, die die kulturellen und gesellschaftlichen Bezüge auf ihre Weise beleuchten.