Jung Werners Abschied
aus: Der Trompeter von Säckingen
Vierzehntes Stück: Das Büchlein der Lieder


Das ist im Leben häßlich eingerichtet,
Daß bei den Rosen gleich die Dornen stehn,
Und was das arme Herz auch sehnt und dichtet,
Zum Schlusse kommt das Voneinandergehn.
In deinen Augen hab' ich einst gelesen,
Es blitzte drin von Lieb' und Glück ein Schein:
Behüt' dich Gott! es wär' zu schön gewesen,
Behüt' dich Gott, es hat nicht sollen sein!

Leid, Neid und Haß, auch ich hab' sie empfunden,
Ein sturmgeprüfter müder Wandersmann.
Ich träumt' von Frieden dann und stillen Stunden,
Da führte mich der Weg zu dir hinan.
In deinen Armen wollt' ich ganz genesen,
Zum Danke dir mein junges Leben weihn:
Behüt' dich Gott! es wär' zu schön gewesen,
Behüt' dich Gott, es hat nicht sollen sein!

Die Wolken fliehn, der Wind saust durch die Blätter,
Ein Regenschauer zieht durch Wald und Feld,
Zum Abschiednehmen just das rechte Wetter,
Grau wie der Himmel steht vor mir die Welt.
Doch wend' es sich zum Guten oder Bösen,
Du schlanke Maid, in Treuen denk' ich dein!
Behüt' dich Gott! es wär' zu schön gewesen,
Behüt' dich Gott, es hat nicht sollen sein!

> Notenblatt PDF (110 kb)
> Hörbeispiel mp3 (1,3 Mb)

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Das älteste Stück unter den Exponaten aus vier Jahrhunderten ist eine Naturtrompete, hergestellt im Jahre 1664. Sie gehört zu weiteren Exponaten aus dem 17. und 18. Jahrhundert, die die damalige Tradition des Trompetenbaus in Mitteleuropa widerspiegeln.

Dem aus instrumentenbaulicher Sicht besonders bedeutungsvollen 19. Jahrhundert widmet das Museum zwei Schwerpunkte. Dies sind zum einen verschiedenste Entwicklungsstufen der Ventile wie zum anderen eine umfangreiche Kornettsammlung. Hier findet sich auch eines der ersten Instrumente dieser Art überhaupt, es wurde 1840 in Straßburg gebaut. Zu sehen sind ebenso ungewöhnliche wie teils skurrile trompetenbauliche Spielarten: beispielsweise das Jazzophon oder eine Trompete aus Glas.

Unter den Zugängen der letzten Jahre befinden sich auch Instrumente aus dem Besitz berühmter Trompeter, die dem Museum von ihnen bzw. ihren Erben geschenkt oder als Leihgabe überlassen wurden: Instrumente von Willy (Vasily) Brandt, Jullien Porret, Eduard Seifert, Hans Bode, Timofey Dokshizer, Adolf Scherbaum, Willy Liebe oder Walter Scholz.

Neben der bedeutenden und umfangreichen Instrumentensammlung zeigt die Ausstellung eine Vielzahl alter Bilder, Miniaturen und Stiche. Hervorzuheben ist hier besonders ein Holzschnitt Hans Holbeins d. J. aus einer Bibel um 1540. Sehenswert sind aber auch das angeblich älteste noch blasbare Alphorn der Schweiz, eine Kurztrompete aus dem Tibet des 19. Jahrhunderts mit einem menschlichen Oberschenkelknochen als Korpus oder eines der wenigen noch erhaltenen Exemplare der Trompetenschule von Johann Ernst Altenburg.

Schließlich beherbergt das Museum noch eine komplett eingerichtete Trompetenwerkstatt aus der Zeit um 1900, die ursprünglich einmal in Oldenburg stand. Sie wurde 1995 wieder aufgebaut und ist im ehemaligen Pförtnerhäuschen am Eingang des Schlossparks untergebracht.